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Schon immer war es mein größter Wunsch irgendwas mit Tieren zu machen. Aber es sollte noch lange dauern bis ich mir diesen Traum erfüllen konnte. Meinen ersten Hund bekam ich im Alter von 12 Jahren, aber die Freude währte nicht lange, denn schon im Alter von nur 4 Monaten lief er vor ein Auto und starb. Ich war sehr traurig. Nun sollte es weitere 17 Jahre dauern bis mein zweiter Hund ins Haus kam, inzwischen hatte ich einen lieben Mann und drei kleine Kinder. Da zog Lucy bei uns ein, eine kleine Terriermischlingshündin. Sie brachte noch einmal zusätzlich Leben ins Haus, aber da auch die Kinder mich noch sehr brauchten war Lucy eher ein Hund der so nebenher lief. Mit 12 Jahren starb sie an Krebs - das war ein sehr schlimmes Erlebnis - aber so ist das Leben.

Dann kam Jackie zu uns, die Kinder waren schon fast groß und gingen ihre eigenen Wege. So konnte ich mich mehr dem Hund widmen. Ich besuchte, mit zunächst großer Begeisterung, eine Hundeschule mit Jackie, aber schon nach einem halben Jahr gab ich es auf. Irgendwie lief es nicht so wie ich es mir vorgestellt habe, alles was auf dem Platz super klappte, schien sie außerhalb des Platzes vergessen zu haben. Irgendwas lief doch da falsch. Das konnte es doch nicht sein. Der Hund soll lernen? Vielleicht sollte ich erst mal lernen wie mein Hund tickt! Also beendete ich die Hundeschule und versuchte es erst mal selbst, nach meinem Bauchgefühl, das klappte schon besser.

Irgendwann kam dann auch noch ein zweiter Hund zu uns: die Lluvia, eine Spanierin. Da wurde es zwischenzeitlich doch sehr anstrengend, weil ich nun zwei Hunde an der Leine hatte, die mich hinter sich "her zogen". Also habe ich mich im Internet umgesehen und eine Hundetrainerin gefunden, die ganz anders mit den Hunden umging. Sie sah den Hund als Hund und so ging sie auch damit um. Sie erklärte auch, warum sich der eine Hund so und der andere eben anders verhielten. Ich durfte immer auch mit beiden Hunden gleichzeitig trainieren, wir haben ganz oft auch außerhalb des Platzes trainiert, sind mit der Bahn gefahren oder in den Tierpark gegangen. Egal, wie viele Mensch-Hund-Teams dabei waren, es hat immer super geklappt. Es wurde kaum mit Kommandos gearbeitet sondern schon dort wurde viel Wert auf Körpersprache gelegt. Es hat mein Verhalten den Hunden gegenüber enorm verändert. Ich sah das Ganze jetzt aus einem anderen Blickwinkel. Und plötzlich war er wieder da: der Wunsch mit Tieren, aber nun speziell mit Hunden zu arbeiten.

Aber zunächst bin ich dann nochmal in einem kleinen netten Hundeverein gelandet. Der Umgang dort mit den Hunden war zwar auch sehr konditioniert, aber ich konnte ja bei meinen Hunden meine eigenen Erfahrungen mit einbringen. Es machte Spaß!

Irgendwann bekam ich dort die Möglichkeit eine eigene Welpengruppe zu leiten. Ich hatte mich im Vorfeld über Bücher und einige Seminare weitergebildet. So hatte ich neben meinen eigenen Erfahrungen auch ein kleines Grundwissen. Von der Welpengruppe bekam ich ein sehr positives Feedback auf meine Arbeit. Es stellte mich aber alles irgendwie nicht zufrieden, die Arbeit im Verein machte zwar Spaß, aber ich wollte mehr - ich wollte "richtige" Hundetrainerin werden.

Irgendwann wurde ich im Fernsehen aufmerksam auf Mirko Tomasini. Ich hatte mich im Internet auch schon nach Trainerausbildungen erkundigt, aber nichts Passendes gefunden. Nun ging ich auf die Seite Naturhund.de - das allein machte mich schon neugierig. "Naturhund" hört sich schon spannend an. Hundetraining nach dem Leitwolf-Prinzip, sprachfreie Kommunikation - wie geht das denn? Nur Körpersprache, keine Kommandos? OK, das ist es, ich wollte auch, dass meine Hunde mich wirklich! verstehen und nicht nur konditionierte Kommandos ausführen. Ich möchte auch richtig mit meinen Hunden spielen und nicht nur als "Bällchen-Wurfmaschine" von meinen Hunden benutzt werden Also ließ ich mir eine Infomappe zuschicken und meldete mich zur Leitwolf-Hundetrainerausbildung an.

Schon das erste Kontaktgespräch mit Mirko Tomasini hat mich sehr beeindruckt. Ich konnte es kaum erwarten bis er mir die Zusage gab, dass ich bei dieser Ausbildungsstaffel dabei sein werde.

Das erste Ausbildungswochenende war ganz schön aufregend: so viele neue Eindrücke, nette Menschen und tolle Hunde. Es gab so viel Neues zu erfahren.

 

Leitwolf-Training - Was ist das?

Es setzt sich zusammen aus Führung, Spiel und Teamwork. Den Hund sprachfrei, nur durch die eigene, gerade und dynamische Körperhaltung zu lenken und zu begrenzen. Wie stehe ich dazu? Kann ich das? Will ich das? Ja, ich will! Man lernt sich selbst neu kennen. Denn wenn man es genau nimmt, ist es kein Hundetraining, sondern in erster Linie Menschentraining. Wir müssen lernen den Hund zu beobachten, ohne zu bewerten. Unsere innere Haltung spielt eine große Rolle und dieser Rolle müssen wir uns bewusst werden. Meine innere Einstellung, wie ich zu dem was ich tue stehe, wirkt sich auf das Verhalten des Hundes aus. Wenn ich selbst nicht an das glaube was ich tue, wie soll ich es dann meinem Hund körpersprachlich, authentisch vermitteln?

Es gab so viele Dinge die mir an diesem Wochenende klar wurden. Aber auch viele Dinge, die mich verwirrten. Es brauchte fast den Rest der Woche bis ich die Eindrücke alle einigermaßen verarbeitet hatte. Aber alles im positiven Sinne. Meinen Mit-Azubis ging es aber nicht anders.

Ich versuchte das Gelernte mit meinen Hunden umzusetzen, es klappte schon ganz gut. Sie reagieren sofort auf Körpersprache, obwohl Jackie schon sehr auf Kommandos konditioniert ist.

Was mir besonders gefällt ist, dass wir uns auch selbst besser kennenlernen. Und ganz wichtig ist: wie gehe ich als Trainer auf den Halter zu? Man sieht nicht nur den Hund, sondern auch besonders den Menschen, denn der steuert das Verhalten seines Hundes. Mensch und Hund als Ganzes - das ist wichtig. Mit dieser Form des Leitwolf-Trainings geht man auf das natürliche Verhalten des Hundes ein. Man lernt den Hund zu beobachten und seine Signale zu deuten; Dazu müssen wir unsere eigene Wahrnehmung schulen. Ich lerne, den Hund mit anderen Augen zu sehen - mit anderen Worten: ich lerne sein Verhalten richtig zu lesen. Es ist erstaunlich wie viele Ausdrucksweisen der Hund hat. Ich bin noch nicht fertig mit meiner Ausbildung, es macht unglaublich viel Spaß. Ich freue mich schon auf die weiteren Eindrücke und bin gespannt was ich noch alles lerne.

Bei einem bin ich mir aber jetzt schon sicher: ich habe die richtige Ausbildung für mich gefunden. Ich fühle, dass ich langsam da ankomme wo ich schon immer hin wollte.




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